Über dieses Lexikon
 
 
Skyline von Erbendorf In diesem Lexikon finden Sie Wörter und Ausdrücke einer bayerischen, genauer: einer oberpfälzer Mundart, wie sie seit Jahrzehnten in Erbendorf und Umgebung gesprochen wird.

Es sind zum einen Wörter enthalten, die man schon fast nicht mehr kennt, weil sie mittlerweile einfach nicht mehr zum alltäglich verwendeten Wortschatz gehören, und für die es im Hochdeutschen keine direkte Übersetzung gibt (wie z.B. "samgogga").

Andererseits habe ich aber auch solche Begriffe und Redewendungen aufgenommen, die es als Wort im Deutschen gibt, deren Aussprache aber eine regionale Besonderheit darstellt (z.B. "Bou" oder "Huasn").

Nicht alle hier aufgeführten Wörter findet man ausschließlich in der Region um Erbendorf. Vieles kenn man sicherlich im gesamten bayerischen Sprachraum, aber eben mit regionalen Unterschieden. Der Nordoberpfälzer Dialekt variiert ja bekanntlich schon "von Dorf zu Dorf" und das macht die Sache so interessant und bemerkenswert.

Der Untere Markt in Erbendorf Der Grundstock dieses Lexikons (ca. 150 seltene Wörter) wurde ursprünglich von meinem Vater Rudolf Eber gesammelt und aufgeschrieben. Als er mir diese Sammlung einmal gezeigt hat, fand ich sie so interessant, dass ich beschloß, sie via Internet der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So ist letztendlich dieses kleine Freizeit-Projekt entstanden.

Es gibt mit Sicherheit noch etliche interessante Ausdrücke, die in diesem Lexikon noch fehlen. Deshalb bitte ich alle, die an diesen Seiten hier Interesse haben, mir ihre Ideen und Vorschläge mitzuteilen. Ich werde sie gerne berücksichtigen.

Dieses Lexikon erhebt selbstverständlich keinerlei sprachwissenschaftlichen Anspruch und verfolgt keinerlei kommerzielle Zwecke. Es ist einzig und allein aus Freude an unserer Erbendorfer Mundart entstanden und soll nur dazu beitragen, dass diese Sprache vielleicht nicht ganz vergessen wird.

Mir persönlich liegt das Ganze auch deshalb so am Herzen, weil ich seit Jahren schon bei Regensburg lebe und immer noch versuche, mir meinen Erbendorfer "Slang" zu bewahren. Eigentlich kann doch jeder selbst beobachten, wie schnell sich heutzutage die Sprache verändert.

Mein Sohn - zum Beispiel - wächst hauptsächlich mit einer Sprachmischung aus "Regensburgerisch/Niederbayrisch" und Hochdeutsch auf. Natürlich bekommt er auch etwas von meinen Erbendorfer Dialekt mit, aber er versteht schon vieles nicht mehr, wenn ich nur noch mit ihm rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist.

Wie auch immer, ich wünsche jedem Besucher dieser Seiten - ob des "Andorferischen" mächtig oder nicht - viel Spass beim Stöbern!

In diesem Sinne
Stefan Eber
 
PS: Inzwischen hat das Lexikon einen wirklich respektablen Umfang erreicht, nicht zuletzt durch die kräftige Unterstützung vieler Mundart-Fans, die mir im Laufe der Zeit viele viele Wort-Vorschläge, Sprüche, Bilder, Ideen und Rezepte zugeschickt haben. Für diese Mithilfe möchte ich mich hier noch einmal bei allen Beteiligten herzlichst bedanken!