Wort-Schatz
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Mundart Lautschrift Hochdeutsch Kommentar Ort
Oaweider [waidæ] Arbeiter
Oxafiesl [oxæfiesl] Ochsenziemer, gedörrter Stierpenis Bsp.: "Wenns owa zgaach woan is, houd da Wirt midm Oxafisl eighaud." - "Wenn es aber zu schlimm wurde, hat der Wirt mit dem Ochsenziemer zugeschlagen."
Pfitschapfaal [pfidschæ-pfà:l] 1) der Pfeil, der vom Bogen abgeschossen wurde;2) Audruck für etwas, das sich sehr schnell bewegt Bsp.: "Dea woa sua schnöll wëi a Pfitschapfaal." - "Der war so schnell wie ein Pfeil."
Pfoaboint [pfboind] ehemaliges Gebiet beim Stadtpark in Erbendorf siehe auch: Boint
Pfoahuaf [pfhuaf] Pfarrhof
Pfoara [pfræ] Pfarrer
Pfoarakechi [pfræ-kechi] Pfarrersköchin
pfurznäidich [pfuæz-näidich] voreilig, übereilig, vorschnell Bsp.: "Dou woas scho wieder pfurznäidich und haoud alles brëiwoam da Pfoarakechin fazölld." - "Da war sie schon wieder voreilig und hat alles brühwarm der Pfarrersköchin erzählt."
siehe auch: näidi
Quaddl [gwàddl] ein Viertel Bsp.: "Dou is da Bou um drei Quaddl gschickt woan." - gemeint ist eine dreiviertel Maß Bier
Raad [rà:d] Reuth b. Erbendorf man sagt: "af dRaad foad ma hinddi"
Raatschn [rà:dschn] 1) einfaches Holzinstrument; 2) Knarre (Werkzeug), 3) geschwätzige Frau Bsp. zu 3): "Doafraatschn"
Raffads [ràffæz] Rauferei Bsp.: "A Kirwa, auf dera wous koi Raffads gehm haoud, woa koine." - "Eine Kirchweih, bei der es keine Rauferei gegeben hat, war keine."
Rawaz [rà:wæz] Marktredwitz man sagt: "af Rawaz foad ma affi"
Rengschbuach Süd [rängschbuæch sü:d] Regensburg Süd gemeint ist das Bezirksklinikum Regensburg, das div. neurologische und psychiatrische Einrichtungen der Univeritätsklinik beherbergt.

Bsp.: "Wenns di weidda sua aaffëiasd, foans di baal aaf Rengschbuach Süd." - "Wenn du dich weiter so aufführst, fahren sie dich bald nach Regensburg Süd."

Derlei Informationen richteten sich häufig an übermütige Kinder, die bis dahin alle anderen Hinweise bereits außer Acht gelassen hatten.
Roindlkoadn [roinlkoædn] offizielle Erlaubnis oder Berechtigung für Geschlechtsverkehr im Freien Eine Karte zur Berechtigung des Roindls, was dem Zwecke der zwischenmenschlichen physischen Zuneigungsbekundungen in den Roindln diente. Diese musste persönlich im Rathaus beantragt und abgeholt werden (ein Scherz, aber es fielen scheinbar tatsächlich welche darauf herein). Da früher nur wenige über geeignete Privatsphäre verfügte, mussten eben andere geeignete Örtlichkeiten aufgesucht werden, um sich körperlich näher zu kommen.

siehe auch: Roindlschein
Roindlschein [roinlschain] offizielle Erlaubnis oder Berechtigung für Geschlechtsverkehr im Freien siehe auch: Roindlkoadn
rudln [ruLn] rollen, trudeln, kullern, kugeln Bsp.: "Da Bolm rudld ins Doa ei." - "Der Ball rollt ins Tor hinein."
Saachkoadda [sa:ch-koæddæ] Ersatzmann beim Kartenspielen wörtl. "Pinkelkartenspieler" - Ersatzmann für die Pinkelpausen einzelner Spieler in einer Runde, damit das Spiel nicht unterbrochen werden muss siehe auch: Koaddara
Sankafoara [sànggæ-foæræ] Krankenwagenfahrer
schdahoat [schda:-hoæt] steinhart
schdiggara [schdiggæræ] circa, etwa, ungefähr (bei einer Anzahl) Bsp.: "Mia woan schdiggara zea Leit" - "Wir waren etwa zehn Personen"
Schdoal [schdL] Star (der Vogel)
Schdoalkuawl [schdL-kuæwl] Starenkobel
Schdumm [schdumm] Stube Bsp.: "drinn in da woama Schdumm" - "drinnen in der warmen Stube"
Schebberl [schebbæL] kleines Büschel siehe auch: Zoanschebberl