Wort-Schatz
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Mundart Lautschrift Hochdeutsch Kommentar Ort
agraaln [a:grà:ln] (sich) mit aller Kraft festhalten, festkrallen
aller [allæ] leer, aus, zu Ende Bsp.: "Da Kaffee is aller!" - "Der Kaffee ist aus." siehe auch: laa und full
Allerhaaling [allæ-hà:ling] Allerheiligen
Allersölln [allæ-sòelln] Allerseelen
Allersöllnwalzer [allæsòelln-walzæ] Allerseelenwalzer wurde in der Kirche zu Allerseelen gesungen
allerwaal [allæwà:l] immer, ständig auffallend ist die Ähnlichkeit zum englischen "always"
Duadschbizn [dd-schbizn] Allerheiligenspitzen Hefeteig, mit Rosinen (Weibeerla), oben verziert mit einem etwas festerem Teig, Spezialität der Bäckerei Schraml nur zu Allerheiligen (vermutl. von Duad = Pate od. Onkel)

siehe auch: de.wikipedia.org/wiki/Hefezopf

fuller [fullæ] voll von Bsp.: "Dou woara ganz fuller Dreeg." - "Da war er ganz voll (von) Dreck."
siehe auch: aller
Rousbaam [rousbà:m] Rußbaum; mächtiger, tragender und sichtbarer, rußgeschwärzter Balken unter der Zimmerdecke Schmeller Band 2, 154: "Balken, auf welchem die Decke der Stube ruht, (an dem sich der Ruß vom Licht oder Feuer anlegt)."

Diesen Balken findet man noch heute in alten Häusern. Darauf wurde Allerlei eingraviert und -geritzt, um es nicht zu vergessen (siehe: Sprüche & Weisheiten).
Ein schönes Beispiel für einen Rousbaam findet sich in der Wirtsstube des Gasthofs "Roter Ochse" in Falkenberg.

Saugsooch [sau-gso:ch] 1) dummes Gerede, Geschwätz; 2) Dialekt, Mundart siehe auch: Gsooch und » Segam & Andi B. (Empfehlung der Redaktion: Oberpfälzer Mundart-Rap vom Allerfeinsten - sehr hörenswert!)