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Neue Funktion im Lexikon: Wort-Spielerei

Die neue "Wort-Spielerei" ist als kleiner Zeitvertreib gedacht oder auch als spannende Suchfunktion, die einen auf spielerische Weise zu überraschenden Ergebnissen führt:

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Viel Spaß damit!

Erbendorfer Flurnamen - spracharchäologisch betrachtet

Der Eichstätter Spracharchäologe Rupert Stadler schickte kürzlich folgende Nachricht ans Lexikon:

"...ich hab mir mal die Gegend um Erbendorf mit dem BayernAtlas Denkmal angesehen und Flurnamen und Querverbindungen erstellt.
Meine Ansätze sind durchaus noch sehr ausbaufähig. Es zeigt sich aber doch schon ein Bild von Erbendorf ... rückblickend ca. 2500 Jahre "spracharchäologisch" nachweisbare Geschichte. Siehe dazu www.boari.de/flurnamen/erbendorf.htm

Vielleicht findet sich ja in Erbendorf jemand, der den Faden aufnimmt .. meine Unterstützung ... sehr gerne ... "

Bei Interesse kann gerne der Kontakt hergestellt werden.
 
 

Neue Wörter

Diese Wörter sind zuletzt zum Lexikon dazugekommen:
 
Mundart Bedeutung gefunden von
 
Brazln, Bratzln [bràzln] Spiel, bei dem man sich gegenseitig auf die Finger haut Johannes Flügel aus Thumsenreuth
doa [d] hin, dran Maria Philbert-Koegst aus Ebnath
Foam [fm] Schaum Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
Greiwasaggl [graiwæ-sàggl] Stoffsäckchen zum auspressen von geriebenen Kartoffeln Johannes Flügel aus Thumsenreuth
Guatzl [gzl] Bonbon Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
hiferzn [hi:feæzn] jammern Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
himmazn [himmæzn] blitzen (Wetterleuchten) Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
Hulzgnipfl [hulzgnipfl] 1) in Teile gesägtes Stammholz, das noch nicht gespalten wurde; 2) dickes Holzscheit; Anita Blohmann aus Erbendorf
Moosroa, Mosaroa [mo:sroæ, mosæroæ] Majoran Johannes Flügel aus Thumsenreuth
Muzefer [muzefæ] Mimose Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
ooreidich, ooreidig [o:raidich, o:raidig] räudig, abgefahren Albert Wild aus Vilseck
Pflasterlin [pflàsderlin] Knetmasse Johannes Flügel aus Thumsenreuth
Roindl [roinL] 1) Reine, Backform; 2) Feldrain, Ackerrand Johannes Flügel aus Thumsenreuth
Roindlkoadn [roinlkoædn] offizielle Erlaubnis oder Berechtigung für Geschlechtsverkehr im Freien Johannes Flügel aus Thumsenreuth
roindln [roinLn] un- oder aussereheliche, körperliche Vergnügungen bzw. Intimitäten ausüben Johannes Flügel aus Thumsenreuth
Roindlweda [roinLwe:dæ] frühlingshaft, sommerlich warmes Wetter Johannes Flügel aus Thumsenreuth
Scharax [schàràx] übermütiger Mensch Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
Schbringinggersn [schbring-gingæsn] 1) Tagedieb; 2) Zappelphilipp Johannes Flügel aus Thumsenreuth
Schderzn [schdzn] Deckel Johannes Flügel aus Thumsenreuth
Schdiggerl [schdiggæL] Weihnachtsplätzchen Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
Schdrixn [schdixn] Prügel, Schläge Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
schlemmbeichn [schlemmbaichn] schwer atmen, nach Luft schnappen Albert Wild aus Vilseck
Schlez [schlez] Schleim Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
Schloderl [schlodæL] Gliederpuppe, Puppe mit hängenden Gliedern Johannes Flügel aus Thumsenreuth
Umhoudara [umhoudæræ] Landstreicher Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
Waafl [wà:fl] der Haken zur Öse Johannes Flügel aus Thumsenreuth
Werwaler [wwælæ] Murmeln aus Ton Johannes Flügel aus Thumsenreuth
werwerln [wwæLn] murmeln, mit Murmeln spielen Johannes Flügel aus Thumsenreuth
Zeltl [zæltl] Süßigkeit Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
Zeltn [zæltn] einfältiger Mensch Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
Zolln [zolln] 1) Weberei: ungewollte Fadenverdickung; 2) einfältige Person; 3) sich erleichtern (Zolln fallen lassen) Anna Magdalena Seidl aus Altenthann
 
 

Neue Redewendungen

Gefunden von Christl Eber aus Erbendorf:
235 - Wenn Stillstand und Langeweile herrschen oder etwas um alles in der Welt nicht klappen will:
Daou kannzd doch Grëichala brëin!
Da könntest Du doch Kriechen (wilde Pflaumensorte) brüten!
Das ist ja nicht auszuhalten! - Das ist doch wie verhext!
Gefunden von Albert Wild aus Vilseck:
234 - Bei unmoralischen Zuständen:
Daou rammeld da Schdieflgnächd d Hulzkistn.
Da vergnügt sich der Stiefelknecht mit der Holzkiste.
233 - Abfällig über eine weibliche Person, die nicht mit sehr vielen positiven Aspekten in Verbindung gebracht werden kann:
A sechane hëide aa nu grëigt, wenn da Moagt scho ummi is.
So eine hätte ich auch noch bekommen, wenn der Markt schon vorüber ist.
232 - Über eine Frau, deren Attraktivität sich in Grenzen hält:
Dëi kann ihr Schëiheid aa dadrong.
Die kann ihre Schönheit auch ertragen.
231 - Wenn das Brautpaar schon nahe am Verfallsdatum war:
Dou is as Zammleitn aa nimma da Mëih wert.
Da ist das Glockenläuten auch nicht mehr die Mühe wert.
230 - Allgemeine Lebensweisheit:
As Bëia machd dumme Dëia.
Da Bier macht dumme Deppen.
229 - Allgemeine Lebensweisheit:
A Wiazhaus is a Noanhaus.
Ein Wirtshaus ist ein Narrenhaus.