Wort-Schatz
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Mundart Lautschrift Hochdeutsch Kommentar Ort
Goasdreiwa [gs-draiwæ] Ziegentreiber, Ziegenhirte wird auch gerne als Schimpfwort verwendet
Goasgschau [gs-gschau] Blick ins Leere, in Gedanken versunken siehe auch: Gaasgschau Bsp.: "Der haoud as Goasgschau." wörtl.: "Ziegenblick"
Goaslhuaf [goæsl-hf] Geiselhof
Goasmaouß [gs-maouss] ein Liter von einem Mix aus Bier, Cola und Kirschlikör Die Inhaltsstoffe der "Goasmaouß" sowie deren Anteile können regional variieren. Eine "Goasmaouß" trinkt man auch nur selten alleine, sondern sie wird - von einem edlen Spender ausgegeben - oft von einem ganzen Stammtisch vertilgt. Dabei wird sie reihum weitergegeben und jeder nimmt sich einen kräftigen Schluck oder auch mehrere. Man hat auch schon gehört, dass Fremde, durch den Namen irritiert, das Ganze für eine "Gasmaske" hielten.
Grampf [grampf] 1) (Muskel-)krampf, 2) Unsinn, Schmarrn Bsp.: "A sura Grampf!" - "So ein Unsinn!"
siehe auch: Schmoan
gschdregdalängsd [gschdreggdæ-längsd] in voller Länge, gerade(aus), direkt Bsp.: "Aas haoud mi gschdregdalänst am Oasch hi ghaud." - "Ich bin direkt auf den Hintern gefallen."
Gschloipf [gschlåipf] 1) Auflieger für Pflug oder Egge; 2) schwere Last, Geschleppe Bsp.: "Des woara mords Gschloipf!" - "Das war ein beachtliches Geschleppe!"
Gschoi [gschoi] 1) Umstände, Chaos, ungeordneter Ablauf; 2) großer Streit Bsp.: " Wëi da Schorsch den schwaan Unfall ghat houd, des woara Gschoi, bis dou Bolizei und da Sanka kumma san!"
oder "Mein 90. Geburtsdoog wL i goua niad grous feian, dou is ma des Gschoi zgrous."
oder auch "Mëiz engs immer schdrein, reisz eich a weng zamm, sunsd homma nacha wieda des ganze Gschoi!"
Guzagackl, Guzzagaggl [guzzæ-gàggl] 1) Dachbodengeist, Schreckgespenst; 2) Teufel; 3) Knabenkraut (Orchidee) als Kinderschreck: "Wennsd koi Rouh gibsd, huld di da Guzzagaggl."
siehe auch: Houzagackl auf http://www.boari.de
Gwaaf [gwà:f] dummes Geschwätz Steigerung: Oaschgwaaf, siehe auch: waafm
haas [ha:s] heiß siehe auch: hoas
Häffadoag [häffæ-doæg] Hefeteig siehe auch: Doag
Haouafoab [hæuæ-foæb] 1) Haarfarbe; 2) Haarfärbemittel
Haxdoaf [hàxdoæf] Hauxdorf
Hehnagschoara [he:nagschoæræ] Kaiserschmarrn wörtl.: Hühnergescharre
herzëing [h-zëing] herziehen, über jemanden in dessen Abwesenheit schimpfen Bsp.: "Wëia weg woa, homms alle iwa-r-ihn herzuang!" - "Als er weg war, haben alle über in her gezogen!"
hie [hi:] 1) kaputt, tot, hin; 2) hin, dahin, dran; Bsp. zu 1): "Ëiz iser hie!" - "Jetzt ist er tot!"
Bsp. zu 2): "Ich kumm dou scho hie!" - "Ich komme da schon hin!"
siehe auch: doa
Hieferlmoag [hi:fæL-moag] Hagebuttenmarmelade, Hagebuttenmark, Hiffenmark
hinddarisch [hinddæri:sch] rückwärts siehe auch: oaschlings, Gegenteil: fiaderisch
hoaddou [hd-dou] hart tun, sich mit etwas Bsp.: "Dou howa mi ganz schëi hoaddou damid." - "Damit habe ich mich ganz schön hart getan."
Hoadl [hdl] Leonhard
Hoanacha [hnachæ] Hornisse
Hoaneissl [hnaissl] Hornisse siehe auch: Waarer
Hoanox [hnox] sturer Mensch, Ignorant wörtl.: Hornochse
hoas [hs] heiß siehe auch: haas