Wort-Schatz
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Mundart Lautschrift Hochdeutsch Kommentar Ort
ababbm [a:babbm] ankleben siehe auch: babbm und oibichn
abäffm [a:bäffm] anblaffen, scharf anreden siehe auch: bäffm und apfuan
Abbadeecha [abbade:chæ] Apotheker
Abbadeechari [abbade:chæri] Apothekerin
Abbadëing [abbadëing] Apotheke
äbber [äbbæ] etwa, wohl Bsp.: "Haoust äbber Du koin Hunger?" - "Hast Du wohl keinen Hunger?"; siehe auch: ewer
Abrl [abrL] April
Abrlschdiawara [abrLschdiæwæræ] Aprilschauer siehe auch: Schdiawara und Schnëischdiawara
Ach gëi! [ach gëi] Wirklich? Ausdruck des Erstaunens
Achaada [acha:dæ] Agathe
achd [achd] acht 8
achda [achdæ] acht Uhr "umma achda" - "um acht Uhr"
Acherlaas! [achælæ:s] Ach, wie schön! Ausdruck des Entzückens
achzea [achzeæ] achtzehn 18
achzg [achzg] achtzig 80
adatschn [a:dadschn] ungeschickt anfassen, betatschen siehe auch: datschn
Bsp.: "Mousd du immer alles adatschn mit deine Griffl!" - "Musst Du immer alles mit deinen Fingern betatschen?"
adou [a:dou] antun
adraan [a:drà:n] 1) (die Bremsspindel am Ackerwagen) andrehen, bremsen, 2) jdm. etwas andrehen i.S.v. verkaufen
adrëidan [a:drëidæn] ankleckern, bekleckern zum Beispiel sein Hemd beim Essen
Ädschibätsch! [ädschibä:dsch] Ätsch! Ausdruck der Schadenfreude
affa [àffæ] herauf Gegenteil: undda, oia; siehe auch: affi
affer [affæ] danach, anschließend, etwa Richard Götz aus Weiden schrieb dazu:

"Das Wort kenne ich. Eine Frau aus dem Böhmischen, die einmal bei uns in Weiden gewohnt hat (sie dürfte Jahrgang 1900 oder älter gewesen sein) hat dieses Wort oft gebraucht, aber nicht nur im Sinn von "danach", sondern eher als "Füllwort" für das Wort "etwa". Beispiel: "Had a affa gsagt, dass..." . Auch Verwendung in der Kombination mit "lad" (offenes A): affer lad "Affer bin i nu daou hi ganga" (diesmal im Sinne von "danach"). Ich kenne das auch noch von einem älteren (Jg. 1919), ebenfalls verstorbenen Mann, der aus der Eslarner Ecke kam (Stichwort: Schlochbaambëihm). Meines Erachtens ist "affer" kein Ausdruck, der in der Gegend um Erbendorf gebrauch wird, sondern nur "vo alte Bëihm"."

affi [àffi] hinauf Gegenteil: unddi, oi; siehe auch: affa
affieln [à:f-fiLn] aufreiben, die Haut abwetzen
affiquaoutschn [àffi-gwæudschn] drauftreten Bsp.: "Der is maraaf Zëia affiquaoutschd." - "Der ist mir auf die Zehen getreten."
siehe auch: quaoutschn